PCI-AlpenCup 2024: Vorbereitung in Oranienburg

Fliesen-Nationalmannschaft beim Brandenburger Fliesenlegertag dabei - Vorbereitungstraining auf PCI-AlpenCup im Juli - Binationales Training in Südtirol

Das diesjährige PCI-AlpenCup-Duo hat eines seiner drei Vorbereitungstrainings in Oranienburg bei Berlin absolviert. Vier Tage lang trainierten Miriam Zeller und Philipp Schlegel im Lehrbauhof Oranienburg – den letzten Trainingstag als Höhepunkt im Programm des 2. Brandenburger Fliesenlegertags. Betreut wurden die Mitglieder der Fliesen-Nationalmannschaft von Bundestrainerin Mandy Wiegmann.

Südtirol im Blick

Die Aufgabe, die den AlpenCup-Teilnehmern gestellt wurde, entsprach ungefähr der, die die Beiden beim PCI-AlpenCup erwartet: Das Überraschungsmoment wird dreißig Prozent betragen; noch ist unklar, was beim eigentlichen Wettbewerb die Änderungen der vorliegenden Pläne sein werden. In Oranienburg gestalteten Miriam Zeller und Philipp Schlegel auf einem Wandmodul die Silhouette der „Drei Zinnen“, auf dem anderen die Deutschlandfahne. Eine Herausforderung stellte dabei der Zuschnitt der Großfliesen für die Berglandschaft dar.

Im Programm des Brandenburger Fliesenlegertags

Das Training in die Woche zu legen, in der die zweite Ausgabe des Brandenburger Fliesenlegertags fiel, war eine bewusste Entscheidung – der Auftritt der Fliesen-Nationalmannschaft wurde zu einem Höhepunkt der wichtigsten regionalen Branchenveranstaltung. Mehr als 150 Gäste kamen in den Lehrbauhof, gut fünfzig Austeller informierten die Besucher über ihre Produkte und Dienstleistungen, darunter viele Partner des Fachverbands Fliesen und Naturstein im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes und seiner Fliesen-Nationalmannschaft. Auf der Bühne hielten Experten wie FFN-Vorstandsmitglied Markus Ramrath Vorträge zu unterschiedlichen Fachthemen. Veranstalter des Brandenburger Fliesentags war wieder die Landesinnung, die mit diesem Event das regionale Branchennetzwerk stärken möchte.
„Wir brauchen Initiativen wie die der Brandenburger Landesinnung, um die Akteure der Fliesenlegerbranche gezielt zusammenzuführen“, betonte Carsten Zocher, „miteinander ins Gespräch kommen, Erfahrungen austauschen und ja: auch Geschäftsbeziehungen eingehen – genau das wollen wir mit dem Brandenburger Fliesentag erreichen“, so der Geschäftsführer des Fachverbands Fliesen und Naturstein im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes.

Besonderer Wettkampf mit Auszubildenden

Gemeinsam mit Auszubildenden von vier Brandenburger Lehrbauhöfen nahm Philipp Schlegel an einem Wettkampf teil, in dem in einer vorgeschriebenen Zeit das Oranienburger Schloss wie auch die Buchstaben „L“, „I“ und „V“ für „Landesinnungsverband“ in einer vorgegebenen Zeit gefliest werden mussten. Vor der Bekanntgabe der Gewinner des Wettbewerbs, an dem sich das Teammitglied außerhalb der Wertung beteiligte, stellte sich die Fliesen-Nationalmannschaft auf der Bühne den Fragen der Moderatorin.

Letztes Training mit Team Südtirol

Das Abschlusstraining auf den PCI-AlpenCup, der in Bozen am 4. und 5. Juli stattfindet, wird das deutsche Duo übrigens mit dem Team Südtirol absolvieren – im Ausbildungszentrum Schlanders in Südtirol.

Die Fliesen-Nationalmannschaft wird von Partnerunternehmen des Fachverbandes unterstützt: Dazu gehören Ardex, Blanke Systems, Codex, Karl Dahm Werkzeuge, Kronen-Hansa-Werk, Mapei, Marazzi, Möller Chemie, Montolit, PCI, Schlüter-Systems, Sika Deutschland, Sopro, Visoft und wedi. Materialsponsor ist die Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG mit ihren Marken Agrob Buchtal und Jasba in Zusammenarbeit mit dem Fliesen-Zentrum Deutschland GmbH. Eingekleidet wird das Team von der Firma DINO aus Göttingen.


Robin Liebler fährt zur WM nach Lyon

Vize-Europameister gewinnt auch das vierte Qualifying - Miriam Zeller und Philipp Schlegel beim AlpenCup dabei - Intensive Vorbereitung auf internationale Wettkämpfe geplant

Robin Liebler hat sich mit seinem Sieg bei den GermanSkills für die WorldSkills qualifiziert: Der 21-Jährige aus Bad Boll (Baden-Württemberg) hat damit alle vier Wettkampfrunden gewonnen. Insgesamt holte Liebler achtzig Wertungspunkte, der Zweiplatzierte Manuel Karg (Bayern) kommt auf 61 und der Dritte Philipp Schlegel (Sachsen-Anhalt) auf 53 Punkte. Beim Finale der GermanSkills wurde die doppelte Punktezahl vergeben, auch wurde jedem Teilnehmer das schlechteste aller vier Resultate gestrichen. Das GermanSkills-Finale fand beim Teampartner KARL DAHM in Seebruck am Chiemsee statt und war Teil des Rahmenprogramms der 31. „Handwerkertage“.

Abwechslungsreiche Gestaltungsmotive

Insgesamt 22 Stunden Zeit bekamen die Teammitglieder für ihre Trainingsaufgabe. Modul Eins mussten sie mit einer Berglandschaft fliesen, dazu die Hochfelln-Seilbahn und eine Berghütte. Die Unterkonstruktion bestand aus Kerdiboard-Elementen, die im Winkel rückseitig versteift installiert wurden – alles mit umlaufenden Edelstahl-Abschlussleisten versehen. Mit Beotec-Estrich wurde der Boden errichtet, zudem verlegte das Team eine Schlüter-Ditra-Heat-Fußbodenerwärmung, auch die Sitzfläche der Bank vor dem Modul Zwei versahen sie mit diesem System. Das Wandmotiv sollte mit der französischen Trikolore gestaltet werden, dazu wurde eine RGB-plusW-LED-Lichtleiste angebracht. Auf die Vorderseite der Bank fliesten die Teammitglieder das Länderkürzel „FR“, auf den Boden den WM-Austragungsort „Lyon“.

Bundestrainer lobt Leistungen des Teams

„Nicht nur Robin Liebler als Gewinner zeigte eine grandiose Leistung“, freut sich Bundestrainer Marcel Beyer, der die Finalrunde begleitete, „alle Teilnehmer haben konzentriert gearbeitet.“ Einen eindeutigen Favoriten gab es für die Teamverantwortlichen nicht, „an allen Wettkampftagen war es sehr knapp – erst genaues Messen und Betrachten zeigte die Unterschiede.“ Robin Liebler, der Deutsche Meister 2022 und EM-Zweite 2023, hatte sich – auch wegen des Punktevorsprungs – Chancen auf das WM-Ticket ausgerechnet. „Ich ging aber mit dem Wissen in dieses Finale, dass es spannend werden wird.“ Bis zum Schluss sei für ihn offen gewesen, ob tatsächlich alle Maße stimmen würden, „das bestätigte dann das Nachmessen der Jury“. Lieblers Ziel ist es, bei den WorldSkills unter die ersten Drei zu kommen, „den Weltmeistertitel zu holen, das bleibt mein großer Traum“. Mindestens drei Vorbereitungstrainings sind geplant, um optimal den wichtigsten Wettbewerb des Jahres bestreiten zu können. An seiner Seite wird Bundestrainer Marcel Beyer sein, der zugleich als Experte bei den WorldSkills fungiert. „Ja, wir wollen Robins Silbermedaille von Danzig in Lyon vergolden.“ Die Weltmeisterschaft, an der Fliesenleger aus 25 Nationen teilnehmen, findet vom 10. bis 15. September in Lyon statt.

Duo für AlpenCup steht fest

Aus neun europäischen Ländern kommen die Zweierteams des PCI-AlpenCup, der am 4. und 5. Juli in Bozen stattfindet. Für Deutschland haben sich Miriam Zeller (20) aus Bayern und Philipp Schlegler (22) aus Sachsen-Anhalt qualifiziert. Zwar hat Manuel Karg als Zweiter der GermanSkills die Qualifikation für sich entschieden, der Bayerische Landesmeister von 2022 nahm jedoch vergangenes Jahr an diesem Kontinentalwettbewerb teil, so dass Miriam Zeller für ihn nachrückte. Manuel Karg steht als Ersatzkandidat für Robin Liebler bereit. Auch das Duo Zeller/Schlegel wird sich auf den AlpenCup vorbereiten und unter anderem ein binationales Training mit dem Team Südtirol in Bozen absolvieren.

Die Fliesen-Nationalmannschaft wird von Partnerunternehmen des Fachverbandes unterstützt: Dazu gehören Ardex, Blanke Systems, Codex, Karl Dahm Werkzeuge, Kronen-Hansa-Werk, Mapei, Marazzi, Möller Chemie, Montolit, PCI, Schlüter-Systems, Sika Deutschland, Sopro, Visoft und wedi. Materialsponsor ist die Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG mit ihren Marken Agrob Buchtal und Jasba in Zusammenarbeit mit dem Fliesen-Zentrum Deutschland GmbH. Eingekleidet wird das Team von der Firma DINO aus Göttingen.

 


Fachverband Fliesen und Naturstein feiert 75 Jahre

Jubiläumsfeier im hessischen Stockstadt - 170 Gäste aus der Branche dabei - Fliesen-Nationalmannschaft im Rahmenprogramm

Der Fachverband Fliesen und Naturstein im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (FFN) hat am 19. April zu seiner Jubiläumsfeier eingeladen: 170 Gäste kamen zur ganztägigen Veranstaltung, die in der Eventlocation Coreum in Stockstadt am Rhein ausgerichtet wurde. Der FFN wurde im September 1948 in Kronstadt als Bundesfachgruppe „Fliesen- und Plattenlegergewerbe“ gegründet – mit der großen Jubiläumsfeier würdigte der Fachverband die 75 Jahre seiner erfolgreichen Verbandsgeschichte.

Talkrunden zu 75 Jahren

Informieren und unterhalten zugleich, das wollte der Fachverband mit seinem umfangreichen Bühnenprogramm. Den Schwerpunkt bildete dabei ein Rückblick auf die vergangenen Jahre, den ehemalige wie auch aktuelle Verbandsverantwortliche den Gästen in Talkrunden dann boten. Begrüßt wurden sie zuerst von Jürgen Kullmann; der Vorsitzende des Fachverbandes Fliesen und Naturstein dankte allen Mitstreitern, „diese 75 Jahre sind eine Erfolgsgeschichte aller. Unser Verband stellt die Verbindung zwischen denen dar, die gemeinsame Interessen teilen und durchsetzen wollen.“ Als Verband müsse man vorausschauend denken und aktiv handeln, nur so ließen sich Änderungen gestalten. „Aber wir wissen zugleich: Die Rahmenbedingungen können wir nur bedingt beeinflussen.“

„Die wichtigste Stimme für das Fliesenlegergewerbe“

Der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes (ZDB) lobte die bedeutende Rolle des FFN. „Hier ist eine einflussreiche Gemeinschaft entstanden.“ Der Fachverband Fliesen und Naturstein vertrete ein Traditionshandwerk mit weitreichender Geschichte, so Wolfgang Schubert-Raab. „Und er ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie gemeinsames Handeln Positives bewirken kann.“ Der Fachverband sei die wichtigste Stimme für das Fliesenlegergewerbe „und nicht zu vergessen: natürlich auch für die beiden Bereiche Naturstein und Mosaik. Und darauf können Sie stolz sein.“

Engagement auch auf europäischer Ebene

Auch die Union der Europäischen Fliesenfachverbände (EUF) hatte seinen Vorsitzenden und den Verbandsgeschäftsführer nach Stockstadt entsandt: Karl-Hans Körner, der frühere Vorsitzende des FFN, und Geschäftsführer Andreas Furgler würdigten mit ihrem Kommen die Arbeit der wichtigsten deutschen Branchenvertretung. „Ihr Fachverband Fliesen und Naturstein ist eine Erfolgsgeschichte!“, betonte der Schweizer Furgler in seiner Rede, in der er auch auf die funktionierende Partnerschaft der nationalen Verbände im EUF einging und dessen Besonderheiten erklärte. „Lassen Sie sich von Rückschlägen nie entmutigen: Bewahren Sie Ihren Stolz und Ihre Zuversicht.“ Andreas Furgler dankte seinen deutschen Kollegen für das Engagement in der europäischen Interessensvertretung, „Dieser Einsatz ist für uns alle unverzichtbar.“

Team-Challenge als Rahmenprogramm

Mit einer besonderen Aktion hatte die Fliesen-Nationalmannschaft ihren Auftritt im Rahmenprogramm der Jubiläumsfeier: Bei einer „Team-Challenge“ traten die aktuellen Mitglieder gegen ehemalige Europa- und Weltmeister an – als Mixed-Teams. Die sechs Duos bekamen die Aufgabe gestellt, einen Teil des Fachverbandlogos zu fliesen, das unter kritischer Beobachtung des Fachpublikums. „Diese ungewöhnliche Kooperation hatte durchaus ihren Reiz – ob nun Aktiver oder Ehemaliger: Alle fanden diese Herausforderung anspruchsvoll, spannend und vor allem amüsant“, meinte Andreas Beyer, der Teammanager der Fliesen-Nationalmannschaft.


Favoritensieg in Augsburg

Robin Liebler gewinnt drittes Wettkampftraining - ABZ der Bauinnung Augsburg erstmals Trainingspartner - Zwei dritte Plätze vergeben

Robin Liebler, der Deutsche Meister von 2022 und aktueller Vize-Europameister, hat beste Chancen, sich für die im September stattfindende Weltmeisterschaft, den „WorldSkills“, zu qualifizieren: Der 21-jährige Baden-Württemberger gewann auch das dritte Wettkampftraining. Den zweiten Platz erreichte der amtierende Deutsche Meister Philipp Schlegel, Rang drei teilen sich Luis Brauner und Manuel Karg. Trainingspartner war erstmals das Ausbildungszentrum der Bauinnung Augsburg – das ABZ hat die vorletzte Runde der GermanSkills24 maßgeblich unterstützt.

Im Endspurt durchgesetzt

Für Bundestrainer Tim Welberg war der Sieg Robin Lieblers nicht selbstverständlich. „Nach der Bewertung des ersten Moduls lag er nämlich nicht vorn, da war unklar, wer dieses Training gewinnen wird. Erst mit den letzten beiden Werkstücken ist Robin der Sprung an die Spitze gelungen.“ Alle sechs Teammitglieder hatten wieder zwei Wände mit Motiven zu fliesen – das erste Modul mit dem Erfurter Hauptbahnhof, dessen Portal nach vorn gesetzt werden sollte, das zweite Modul stellte einen Skilangläufer dar. Die dritte Aufgabe bestand im Zuschneiden und Fliesen eines ungefähr sechzig Zentimeter breiten Kreises – einer Tischplatte – im rechten oberen Bereich des zweiten Moduls.

Das Team funktioniert

„Letztlich war der Faktor Zeitmanagement entscheidend. Und dabei spielte sicherlich die Erfahrung eine Rolle, die Robin in seinen zwei Jahren im Team sammeln konnte“, erklärte der Bundestrainer, denn auch dieses Mal mussten viele Schnitte vorgenommen werden. „Ich freue mich, dass alle Teammitglieder diese sehr anspruchsvolle Aufgabe erfüllt haben.“ Obwohl sich nur einer der sechs Fliesenleger für die WM qualifizieren wird: Die Nationalmannschaft trat bei diesem Wettkampftraining wieder als Team auf, das sich gegenseitig unterstützt. „Dieser Zusammenhalt ist sehr wichtig, nur so werden wir das große Ziel erreichen: uns in Lyon den Titel zurückholen.“

Finale am Chiemsee

In der Gesamtwertung hat Robin Liebler seine Führungsposition ausgebaut. Mit 60 Punkten führt er deutlich vor Manuel Karg, der auf 42 Punkte kommt, und Miriam Zeller – sie hat aktuell 39 Punkte. Dennoch steht nicht fest, wer Deutschland bei der WM vertreten wird: Beim Finale der GermanSkills24 wird die doppelte Anzahl an Punkten vergeben, zudem wird das schlechteste Ergebnis aus allen vier Runden gestrichen. „Das verspricht nicht nur Spannung, sondern eine zusätzliche Motivation, alles zu geben“, betonte Tim Welberg. Die Abschlussrunde vom 22. bis 26. April findet traditionell am Chiemsee statt – bei KARL DAHM, einem der Teampartner.

Die Fliesen-Nationalmannschaft wird von Partnerunternehmen des Fachverbandes unterstützt: Dazu gehören Ardex, Blanke Systems, Codex, Karl Dahm Werkzeuge, Kronen-Hansa-Werk, Mapei, Marazzi, Möller Chemie, Montolit, PCI, Schlüter-Systems, Sika Deutschland, Sopro, Visoft und wedi. Materialsponsor ist die Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG mit ihren Marken Agrob Buchtal und Jasba in Zusammenarbeit mit dem Fliesen-Zentrum Deutschland GmbH. Eingekleidet wird das Team von der Firma DINO aus Göttingen.

 


FFN: Brancheninitiative wird nicht umgesetzt

Im Kontext des sinkenden Angebots an Nachwuchskräften, dem Ausscheiden der Generation der Babyboomer aus dem Berufsleben wie auch des großen Bedarfs an qualifizierten Handwerkern initiierte der Fachverband Fliesen und Naturstein im ZDB (FFN) die „Brancheninitiative Fliesen“. Gemeinsam mit Unternehmen aus der Industrie und dem verarbeitenden Gewerbe hatte Deutschlands wichtigste Interessensvertretung für das Fliesenhandwerk diese Kampagne entwickelt: Mit ihr sollte insbesondere die Zielgruppe der 15- bis 25-Jährigen – die „Generation Z“ – für eine Ausbildung im Fliesenhandwerk erreicht werden. Der Vorstand des Fachverband Fliesen und Naturstein im ZDB beschloss nun, die Brancheninitiative „Dein Leben, Dein Werk. Werde Fliesenleger!“ nicht mehr umzusetzen.

Gemeinschaftsprojekt mit Industriepartnern

Vor zwei Jahren wurden dafür konstruktive Gespräche mit möglichen Kampagnenpartnern geführt, die das Projekt als sinnvoll und notwendig befürworteten – mehrere Unternehmen signalisierten ihre Bereitschaft, die Brancheninitiative zu unterstützen, da auch die Industrie an einer zielgerichteten Rekrutierung neuer Fachkräfte interessiert ist. Alle Akteure waren sich von Beginn an einig, dass nur eine nachhaltige, über einen längeren Zeitraum angelegte wie auch auf mehrere Maßnahmen basierende Kommunikationsstrategie zum Erfolg führt. Die mit einer Kommunikationsagentur gemeinsam entwickelte Social-Media-Kampagnenstrategie wurden von allen Partnern als zielführend und nachhaltig begrüßt.

Schwierige wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Dafür ist jedoch das Bereitstellen finanzieller Ressourcen erforderlich; nach einer intensiven Auswertung mussten wir erkennen, dass genau diese Bedingung nicht leistbar ist, trotz bleibender Überzeugung von der Notwendigkeit dieser Kampagne. Dafür lassen sich verschiedene Gründe ausmachen wie vor allem die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Stärkerer Fokus auf Fliesen-Nationalmannschaft

Dennoch sind in den beiden Jahren, in denen die Brancheninitiative zumindest angeschoben wurde, Erfolge festzustellen, die uns optimistisch stimmen: So konnte ein gestiegenes Interesse der Zielgruppe verzeichnet werden – genau diesen Aufmerksamkeitsschwung gilt es weiter zu nutzen: mit einer kompletten Neuausrichtung, die auf eine Fokussierung auf die Fliesen-Nationalmannschaft als Imageträger setzt. Die konzeptionelle Basis dafür werden wir umgehend erarbeiten, damit ein weiterer Ressourcen- und Zeitverlust vermieden wird.

Dank an Partner

Wir als Fachverband Fliesen und Naturstein danken allen Partnern, die an dieses wichtige Projekt glauben und mit uns die Zuversicht teilen, dass dieser neue Ansatz den erforderlichen Erfolg bringen wird.


Robin Liebler gewinnt zweites Wettkampftraining

Fliesen-Nationalmannschaft trainierte bei SCHÖNOX - Bundestrainer lobt Leistungen des gesamten Teams - Vize-Europameister untermauert Favoritenrolle

Robin Liebler hat auch die zweite Runde der GermanSkills gewonnen. Den zweiten Platz holte sich Manuel Karg vor Miriam Zeller. In der Gesamtwertung baute der Vize-Europameister seine Führung auf vierzig Punkte aus, Rang zwei teilen sich Zeiler und Karg. „Robin hat seine Favoritenrolle eindrücklich unter Beweis gestellt, er zeigt den notwendigen Ehrgeiz, um ganz vorn dabei sein zu können“, lobt Tim Welberg den Aufritt des aktuell Teambesten.

Bundestrainer lobt Leistungsdichte

Tim Welberg ist einer von vier Bundestrainern, die die Fliesen-Nationalmannschaft bei ihrer Vorbereitung auf die anstehenden internationalen Wettkämpfe betreuen. Er selbst hatte 2016 den Europameistertitel in Göteborg geholt. In Rosendahl, beim Trainingspartner SCHÖNOX, leitete er jetzt erstmals ein Training im Wettkampfjahr 2024. „Ich bin überrascht, wie hoch die Leistungsdichte ist. Natürlich lassen sich Unterschiede erkennen, aber die fallen nicht so gravierend aus.“ Besonders gefällt dem Bundestrainer, dass sich das Team gefunden hat, „ja, alle verstehen sich sehr gut und das ist die wohl wichtigste Voraussetzung für unseren gemeinsamen Erfolg.“

Bassschlüssel, Fußball und die 2024

Insgesamt 24 Stunden bekamen die sechs Teammitglieder Zeit für die Trainingsaufgabe. Das linke Modul mussten sie mit einem Bassschlüssel gestalten – übrigens eine Übung in Vorbereitung auf die EuroSkills 2021 in Graz, wo Yannic Schlachter für Deutschland den EM-Titel gewann. Die rechte Wand wurde mit einem Fußball gefliest, der Boden bekam die Jahreszahl „2024“. „Dass alle ihr Projekt beendet haben, ist für mich ein schöner Erfolg.“ Auch Teammanager Andreas Beyer ist zufrieden mit der Entwicklung, die das gesamte Team zeigt. „Zwischen Platz drei und fünf lagen nur zehn Punkte Differenz bei achthundert insgesamt zu vergebenden Punkten.“ Für den Teammanager ist diese Erkenntnis eine Bestätigung des 2023 eingeführten Wettkampfmodus. „Die GermanSkills bringen in ihrer inhaltlichen Ausrichtung den erforderlichen Anspruch mit: Hier zählt der Leistungsgedanke.“ Und dass Robin Liebler erneut gewonnen hat, begründet Andreas Beyer mit der notwendigen Konstanz, die man auf WM-Niveau zeigen muss. „Auch Robin lernt aus seinen Fehlern. Und ihm fehlt nicht viel bis zur perfekten Arbeit.“

Augsburg nächster Austragungsort

Die dritte Runde der GermanSkills könnte eine erste Vorentscheidung bringen, auch wenn beim Finale die doppelte Punktezahl vergeben wird. Mit dem ABZ Bauinnung Augsburg wurde ein Trainingspartner gefunden, der zum ersten Mal Gastgeber der Fliesen-Nationalmannschaft ist: Am 8. April beginnt dort das Wettkampftraining.

Die Fliesen-Nationalmannschaft wird von Partnerunternehmen des Fachverbandes unterstützt: Dazu gehören Ardex, Blanke Systems, Codex, Karl Dahm Werkzeuge, Kronen-Hansa-Werk, Mapei, Möller Chemie, PCI, Schlüter-Systems, Sika Deutschland, Sopro, Visoft und wedi. Materialsponsor ist die Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG mit ihren Marken Agrob Buchtal und Jasba in Zusammenarbeit mit dem Fliesen-Zentrum Deutschland GmbH. Eingekleidet wird das Team von der Firma DINO aus.

 


Fliesen-Nationalmannschaft absolviert erste Qualifikationsrunde

Vize-Europameister gewinnt Auftakt der GermanSkills24 - Schlüter-Systems erstmals Trainingspartner - Team mit überaus anspruchsvoller Aufgabenstellung

Vize-Europameister Robin Liebler hat den Auftakt der GermanSkills24 für sich entschieden: Der 21-jährige Baden-Württemberger gewann vor seinen Teamkollegen Miriam Zeller und Manuel Karg (beide Bayern). Nach der ersten von vier Qualifikationsrunden führt Liebler mit 20 Punkten vor Zeller und Karg (16 bzw. 13 Punkte). Das Wettkampftraining fand zum ersten Mal bei Schlüter-Systems in Iserlohn/Nordrhein-Westfalen statt – das Unternehmen ist langjähriger Partner der Fliesen-Nationalmannschaft.

Anspruchsvolle Trainingsaufgabe

Die Teammitglieder bekamen eine Aufgabe gestellt, die sich aus drei Modulen zusammensetzte: Die linke Wand hatten sie mit dem Motiv der Kathedrale von Lille zu gestalten. Diese musste hervorgehoben dargestellt werden, außerdem installierten sie seitlich eine indirekte Beleuchtung. Die rechte Wand sollte mit dem Gallischen Hahn gefliest werden – dem Nationalsymbol Frankreichs – wie auch mit der französischen Trikolore. Das dritte Modul, der Boden, bestand aus einer Estrichkonstruktion mit Fußbodentemperierung und einem Thermostat, das abschließend an das linke Wandmodul eingebaut werden musste. Kantenabschlüsse aus Edelstahlprofilen mit angepassten Ecken werteten das Gesamtprojekt zusätzlich auf. Die Projektskizzen hatte übrigens Bundestrainer Gerald Weihe gezeichnet.

Team hat sich weiterentwickelt

„Diese Gesamtkonstruktion gab es in der Form noch nicht: Die Aufgabe war daher auch für uns Betreuer neu“, erklärt Teammanager Andreas Beyer. „Das Team hat sehr gute Leistungen gezeigt, so dass wir dann nur auf einen Teilbereich bei der Gesamtaufgabe verzichteten.“ Ursprünglich sollte der Boden gefliest und mit Jahreszahl „2024“ gestaltet werden, „das wäre zeitlich nicht leistbar gewesen“. Teammanager Beyer, der das Team bereits beim Auftakttraining im Januar begleitet hatte, stellt eine Leistungssteigerung fest. „Ja, das ist für mich eine wichtige Erkenntnis: Alle Mitglieder haben sich weiterentwickelt.“

Vize-Europameister ist optimistisch

Robin Liebler, der sich über den Gewinn der GermanSkills23 für die Europameisterschaft qualifiziert hatte und dann im September die Silbermedaille holte, zeigte sich nicht ganz zufrieden mit seinem ersten Wettkampftraining in diesem Jahr. „Das erste Modul mit der Kathedrale ist mir nicht gut genug gelungen, das konnte ich dann mit dem zweiten wettmachen.“ Eine Herausforderung seien die vielen Rundschnitte gewesen, entspannt hingegen empfand der Deutsche Meister von 2022 die Zeitvorgabe, „die war für mich mehr als ausreichend“. Liebler ist optimistisch, bei den nächsten Qualifikationsrunden vorn dabei zu sein. „Meine gezeigten Leistungen beim Auftakt hier in Iserlohn sind für mich eine wichtige Bestätigung.“

Platz zwei für Debütantin

Miriam Zeller, seit Dezember neu in der Fliesen-Nationalmannschaft, freut sich über ihre Platzierung. „Dieser zweite Platz bedeutet mir sehr viel, damit hatte ich nicht gerechnet.“ In der Zwischenauswertung lag die Bayerische Landesmeisterin sogar deutlich vorn. „Ja, ich hatte selbst festgestellt, dass mir die Wand mit der Kathedrale gelungen ist.“ Im Vergleich zum ersten Teamtraining stellt auch sie eine Weiterentwicklung fest, „ich habe wieder so viel Neues gelernt und mitnehmen können“.

Ein Erfolg für alle

In Iserlohn wurde das Team von Bundestrainer Marcel Beyer angeleitet. „Dass unsere Mannschaft sich dieser komplexen Herausforderung gestellt hat, wurde zum Erfolg für uns alle.“ Natürlich seien Leistungsunterschiede erkennbar, „die lassen sich vor allem auf die abweichende Zahl an absolvierten Trainingseinheiten zurückführen.“ Was den Bundestrainer besonders freut: „Die komplett neue Aufgabe wurde gemeinsam besprochen – die Lösungen gemeinschaftlich erarbeitet.“

Zweite Qualifikationsrunde im März

Am 4. März beginnt dann die zweite Runde der GermanSkills24: In Rosendahl/Nordrhein-Wesfalen absolviert das Team sein Qualifikationstraining für die WorldSkills, die im September in Lyon stattfinden werden: Trainingspartner ist SCHÖNOX.

Die Fliesen-Nationalmannschaft wird von Partnerunternehmen des Fachverbandes unterstützt: Dazu gehören Ardex, Blanke Systems, Codex, Karl Dahm Werkzeuge, Kronen-Hansa-Werk, Mapei, Möller Chemie, PCI, Schlüter-Systems, Sika Deutschland, Sopro, Visoft und wedi. Materialsponsor ist die Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG mit ihren Marken Agrob Buchtal und Jasba in Zusammenarbeit mit dem Fliesen-Zentrum Deutschland GmbH. Eingekleidet wird das Team von der Firma DINO aus Göttingen.

 


Neuauflage: „Fachverband trifft Ausbilder“

Mehr als vierzig Ausbilder nahmen teil - Unterweisungspläne das große Thema - Weiterer Austausch geplant

Am 22. und 23. Januar fand das wohl wichtigste Treffen für Ausbilder im Bereich Fliesenlegen statt – zum zweiten Mal nach der gelungenen Premiere im April 2023. Wieder kamen mehr als vierzig Ausbilder aus ganz Deutschland auf Einladung des Fachverbandes Fliesen und Naturstein nach Iserlohn: In der Schlüter-WorkBox, ließen sie sich vor allem über die neue Ausbildungsordnung informieren.

Ausbildungsordnung wird komplett überarbeitet

Moderiert und geleitet wurde „Fachverband trifft Ausbilder“ von Andreas Beyer. Der Vorsitzende des Bildungsausschusses im Fachverband stellte dann auch die neue Ausbildungsordnung vor, die eigentlich zum 1. August 2024 in Kraft getreten wäre – so der Plan. „Aber dieser Termin ist nicht zu halten – es müssen zuerst die Unterweisungspläne erarbeitet und beschlossen werden.“ Dies beträfe etwa 450 Pläne bei sechszehn Berufen, „und das ist nicht leistbar bis August.“ Aber Beyer zeigte sich optimistisch, dass zumindest die Fliesen-, Platten- und Mosaikleger die ersten sind, die mit Unterstützung der erarbeiteten Unterweisungspläne starten. „Und diese Unterweisungspläne haben für die Ausbildungszentren eine große Bedeutung“, betonte der Bildungsexperte des Fachverbandes.

„Wir brauchen Ihre Mitwirkung“

Das Heinz-Piest-Institut für Handwerkstechnik ist bei der Erarbeitung der Pläne der entscheidende Partner. Henrike Sachse, die zuständige Koordinatorin, präsentierte die ersten Ergebnisse. „Wir arbeiten mit allen Fachverbänden eng zusammen: Ihre Rolle ist eine aktiv-gestaltende.“ Es zeichne sich ein längerer Prozess ab, „die Tragweite muss unbedingt erkannt werden, denn das wird die Grundlage für die überbetriebliche Berufsbildung in den nächsten Jahren“. Das Ziel, so Sachse, müssen „gute Pläne“ sein. „Und dafür brauchen wir Ihre Mitwirkung.“ Dieser Aufforderung stimmte auch Andreas Beyer zu, „für den zu bildenden Arbeitskreis mit dem Heinz-Piest-Institut sind Ihre Erfahrungen unverzichtbar, denn diese Unterweisungspläne müssen praktikabel sein.“ Gut zwanzig Ausbilder erklärten sich anschließend zur Mitarbeit in diesem Arbeitskreis bereit. „Dieses große Interesse verdeutlicht, dass die Relevanz erkannt wurde“, freute sich Beyer.

Im Austausch bleiben

Ohnehin ist der Wunsch nach einem intensiven Austausch mit dem Fachverband groß. So wurde eine Neuauflage von „Teach-the-Teacher“ angefragt – das neue Weiterbildungsangebot des Fachverbandes für Ausbilder fand erstmals während eines Trainings der Fliesen-Nationalmannschaft im Januar statt. Von den Bundestrainern lernen wollen auch die Ausbilder, besonders Feinheiten in der Schnitttechnik. „Wir werden diese Bitte nicht ablehnen und uns Gedanken machen, wie und wo wir einen solchen Kurs anbieten“, versprach Andreas Beyer, der übrigens in der Nationalmannschaft die Funktion des Teammanagers ausübt.

 


Auftakttraining der Fliesen-Nationalmannschaft

Sachsen erstmals Trainingsort - Vier neue Mitglieder in der Nationalmannschaft - Trainer loben Leistungsniveau des gesamten Teams

Im sächsischen Bautzen hat die deutsche Fliesen-Nationalmannschaft ihr Auftakttraining für das WM-Jahr 2024 absolviert. Zum ersten Mal fand ein Training in Ostdeutschland statt, Gastgeber war das ÜAZ Bautzen des Bau Bildung Sachsen e.V.

Nationalmannschaft mit neuen Mitgliedern

Erstmals bei einem Training dabei waren vier neue Mitglieder: die Dritte der Deutschen Meisterschaft und bayerische Landesmeisterin, Miriam Zeller, der amtierende Deutsche Meister und Landesmeister Sachsen-Anhalt, Philipp Schlegel, der Zweite der Deutschen Meisterschaften und Sieger des Landesleistungswettbewerbs Nordrhein-Westfalen, Luis Brauner, sowie der saarländische Landesmeister, Niko Schleicher. Damit zählt die aktuelle Nationalmannschaft der Fliesenleger sechs Mitglieder. Robin Liebler, der in Danzig bei den EuroSkills Silber geholt hat, ist ebenso weiter dabei wie auch Manuel Karg. Beide sind seit Dezember 2022 im Team.

Team hat sich gefunden, die Leistungen stimmen

Bundestrainerin Mandy Wiegmann und Teammanager Andreas Beyer, die das Nationalteam in Bautzen anleiteten, lobten vor allem die Kollegialität. „Wir haben schnell gespürt, dass der Teamgeist stimmt: Die Mannschaft ist in diesen fünf Tagen zusammengewachsen.“ Und auch über die gezeigten Leistungen freuen sich die Verantwortlichen. „Ja, selbstverständlich gibt es Unterschiede. Aber alle zeigen Leistungen auf einem hohen Niveau. Und ich beziehe da ausdrücklich unsere neuen Teammitglieder ein“, betont Andreas Beyer. „Ich weiß, dass jedes weitere Training die Qualität steigern wird. Und wir brauchen Höchstleistungen, um die anstehenden internationalen Wettbewerbe für uns zu entscheiden.“

Frankreich als Motivthema

Die WorldSkills, die Weltmeisterschaft der Berufe, finden dieses Jahr in Lyon statt. Frankreich war daher das Motivthema: Die sechs Fliesenleger hatten eine Wand mit dem Motiv des Eiffelturms zu gestalten, die zweite Wand mit der Kathedrale von Lille – dort hatte 2014 Volker Rosenberg die EM-Silbermedaille für Deutschland geholt. Abschließend wurde der Boden mit der Jahreszahl „2024“ gefliest. Jeder Teilnehmer hatte für sein Gesamtwerk zwanzig Stunden Zeit.

Gelungenes Debüt

„Das war eine große Herausforderung“, meinte Niko Schleicher, einer der Neuen im Team. Und sein Mannschaftskollege Luis Brauner ergänzt, dass dieses Auftakttraining einiges abverlangt habe. „Immer konzentriert bleiben, darum geht es. Jede kleine Unaufmerksamkeit bedeutet Punktabzug.“ Wie schon die Bundestrainer, so freuen sich auch die Fliesenleger über den Zusammenhalt im Team. „Ja, es passt.“ Dieses erste Training in Bautzen sei der perfekte Start gewesen, meint Teammanager Andreas Beyer. „Die Rahmenbedingungen, die uns das ÜAZ Bautzen geboten hat, waren optimal – besser geht es nicht. Das war eine gelungene Premiere, an die wir uns gern erinnern werden.“

Auftakt der GermanSkills im Februar

Das nächste Training der Fliesenleger-Nationalmannschaft findet vom 19. bis 23. Februar in Iserlohn statt, bei Schlüter-Systems, einem der Teampartner. Und dort wird es – anders als beim Auftakt in Bautzen – um Qualifikationspunkte zur WM gehen: Dann nämlich starten die GermanSkills 2024.

 

Die Fliesen-Nationalmannschaft wird von Partnerunternehmen des Fachverbandes unterstützt: Dazu gehören aktuell Ardex, Blanke Systems, Codex, Karl Dahm Werkzeuge, Kiesel Bauchemie, Mapei, Montolit, PCI, Schlüter-Systems, Sika Deutschland, Sopro, Visoft und wedi. Materialsponsor ist die Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG mit ihren Marken Agrob Buchtal und Jasba in Zusammenarbeit mit dem Fliesen-Zentrum Deutschland GmbH. Eingekleidet wird das Team von der Firma DINO aus Göttingen.


KasselCalling: Gelungene Premiere

Neun Teilnehmer aus ganz Deutschland - Drei Tage, vier Aufgaben - Gut vorbereitet zur Deutschen Meisterschaft

Drei Tage in Kassel

Gelungene Premiere von „KasselCalling“, dem dreitägigen Vorbereitungskurs auf die Deutsche Meisterschaft im Bauhandwerk: Acht landesbeste Fliesenleger und ein Landesvizemeister waren in das ASK Ausbildungszentrum der Bauwirtschaft in Kassel gekommen. „Bislang hatten wir den Teilnehmern einen Schnittkurs direkt vor den Deutschen Meisterschaften angeboten, der auch nur drei Stunden dauerte“, erklärt Andreas Beyer, Teammanager der Fliesen-Nationalmannschaft. „Das Leistungsniveau der Qualifikanten zur DM war immer unterschiedlich: Ausbildungsschwerpunkte werden von den Landesverbänden nicht einheitlich gesetzt.“

Ziel: Das Leistungsniveau angleichen

Andreas Beyer, er ist auch Vorsitzender des Bildungssauschusses im Fachverband Fliesen und Naturstein im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes, engagiert sich schon seit längerer Zeit für eine Angleichung der Ausbildung im Fliesenhandwerk. „Im Hinblick auf die Deutsche Meisterschaft wollen wir, dass die Teilnehmer mit möglichst gleichen Fähigkeiten an den Start gehen: Der Schnittkurs in seiner bisherigen Ausrichtung hat das nicht garantieren können.“ Im Fachverband Fliesen und Naturstein (FFN) wurde daher ein neues Forum zur Wissensvermittlung ausgearbeitet: KasselCalling – ein Schnittkurs, zu dem alle Landesmeister und die Zweitplatzierten eingeladen werden sollten. „Dass wir jetzt neun Teilnehmer hatten, bewerte ich dennoch als Erfolg: Es war die erste Veranstaltung überhaupt und wir konnten nicht wissen, wie KasselCalling angenommen wird.“

Trainer lobt Motivation

Bundestrainer Gerald Weihe betreute die Teilnehmer von KasselCalling an allen drei Tagen. Verschiedene Aufgaben bekamen sie gestellt: So sollten ein Motiv mit Schrägschnitten und Viertelkreisen gefliest werden, ein Albatros, dann die Ziffer „3“ wie auch die Flagge Jamaikas. „Dafür waren anspruchsvolle Schnitte erforderlich.“ Gerald Weihe freut sich über das große Interesse und die Lernbereitschaft, „wir hatten alle großen Spaß – die Teilnehmer und wir als Verantwortliche“. Auch der Bundestrainer erkannte Unterschiede im Leistungsniveau, „einige hatte bisher überhaupt keine Schnitttechniken geübt“. Nach den drei Tagen KasselCalling sieht Gerald Weihe alle einen großen Schritt weiter. „Ich denke, dass wir sie gut vorbereitet haben auf die Deutsche Meisterschaft.“

„Habe wichtige Erfahrungen gesammelt“

Lukas Böhme, Landessieger Sachsen, ist froh, bei KasselCalling dabei gewesen zu sein. „Ich bin mir ziemlich sicher: Ich hätte sonst überhaupt keine Chance in Erfurt gehabt.“ Einige Fehler seien ihm bei der Projektbearbeitung unterlaufen, „aber das passiert nun mal. Entscheidend für mich sind die Erfahrungen, die ich dadurch gesammelt habe.“ Bundestrainer Weihe und Teammanager Beyer hatten den Teilnehmern Tricks gezeigt, die überraschten, „genau das wollten wir doch anbieten: Insidertipps von uns Profis“. „Ja, das waren tolle Hinweise“, bestätigt Hamburgs Landesbester, Levin Fritzsche. „Ich habe gemerkt, was noch fehlt und wo ich mich verbessern muss. Wir alle haben unglaublich viel dazu gelernt.“ Und auch Levin Fritzsche lobt den Zusammenhalt im Team. „Obwohl wir doch eigentlich Konkurrenten sind: Hier hat jeder jedem geholfen – das war Arbeitsteilung vom ersten Tag an.“

Schnittkurstage auch in 2024

„Wir wollen KasselCalling auf jeden Fall wieder durchführen“, betonen Andreas Beyer und Gerald Weihe von der Fliesen-Nationalmannschaft. „Die Besten noch besser machen: Mit KasselCalling bieten wir dafür einen ersten großen Schritt.“