Baugewerbe nach dem FDP-Bundesparteitag: Wiedereinführung der Meisterpflicht gestärkt

ZDB präsentierte die Baubranche auf dem Parteitag

"Ja zum Meister" war die zentrale Botschaft des ZDB-Auftritts auf dem FDP-Bundesparteitag! Foto: ZDB/Becker

Interessierte Zuschauer während Julian Kersting den Schriftzug "Ja zum Meister" mit Bisazza-Fliesen flieste. Foto: ZDB/Becker

Der Berliner Fraktionsvorsitzende Sebastian Czaja (2.v.l.) und der Berliner Bundestagsabgeordnete Christoph Meyer (r.) lassen sich von ZDB-Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa (2.v.r.) die Fliesenarbeiten erklären, die Julian Kersting (l.) ausführt. Foto: ZDB/Becker

Der Schriftzug "Ja zum Meister" wird auf dem FDP-Bundesparteitag gefliest. Foto: ZDB/Becker

Julian Kersting fliest mit Bisazza-Fliesen. Foto: ZDB/Becker

Die wirtschaftspolitischen Sprecher der FDP-Landtagsfraktionen trafen sich am ZDB-Stand und bekräftigten das Ja zum Meister. Foto: ZDB/Becker

Auch der wiedergewählte FDP-Vorsitzende Christian Lindner suchte das Gespräch mit den jungen Handwerkern, Ahmad Tawana, Deutscher Meister im Stuckateurhandwerk 2016 und gerade frischgebackener Stuckateur-Meister, und Julian Kersting, Mitglied der Fliesen-Nationalmannschaft. Foto: ZDB/Becker

Werben für den Meistertitel: Fliesenlegermeister Markus Kohl (2.v.l.) und der Sachverständige im Fliesenlegerhandwerk Thorsten Lupp (Mitte) im Gespräch mit Manfred Todtenhausen, Mitglied des Deutschen Bundestages und Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Energie (r.), Dr. Stefan Naas (2.v.r.), Mitglied des Hessischen Landtages, und Till Mansmann, Mitglied des Deutschen Bundestages (l.). Foto: Voos/FFN

Nach dem 70. Ordentlichen Bundesparteitag der Freien Demokraten, der Ende April 2019 in Berlin stattfand, sieht der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) das Anliegen gestärkt, die Meisterpflicht für einige Gewerke wieder einzuführen. In zahlreichen Gesprächen mit führenden Politikern der Partei wurde deutlich, dass es für die Wiedereinführung der Meisterpflicht eine breite Unterstützung in der FDP gibt. So trafen sich unter anderem die wirtschaftspolitischen Sprecher der Bundestags- und Landtagsfraktionen der Partei am Stand des ZDB, und bekannten sich klar zum Meisterbrief. 

„In einigen Gewerken hat sich seit der Novellierung der Handwerksordnung 2004 gezeigt, dass es zu Fehlentwicklungen gekommen ist. So belegen Sachverständigen-Gutachten beispielsweise im Fliesenlegerhandwerk, dass die übergroße Anzahl der Betriebe ohne Meister- oder Gesellenqualifikation eine mangelbehaftete Ausführung liefert. In den Bauberufen, die besonders gefahrengeneigt sind, entsteht ein erhebliches Sicherheitsrisiko. Zudem sind Meisterbetriebe der Eckpfeiler im System der dualen Ausbildung, die es ohne Meisterbetriebe nicht mehr gäbe – eine fatale Entwicklung angesichts des zunehmden Fachkräftemangels“, erläuterte Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe, die Gründe für die Wiedereinführung. 

Pakleppa weiter: „Es ist zu begrüßen, dass sich auch in der FDP zahlreiche Politiker zum Meisterbrief bekennen und die Bedeutung des Meisterbriefs als Gütesiegel und Qualitätsgarant schätzen.“ Derzeit prüft eine Koalitionsarbeitsgruppe der Bundestagsfraktionen von CDU/CSU und SPD, wie für einzelne Berufsbilder der Meisterbrief europarechtskonform wiedereingeführt werden kann. Der ZDB setzt sich dafür ein, den verpflichtenden Meisterbrief im Fliesenleger-, Estrichleger-, Betonsteinhersteller- und Parkettlegerhandwerk wieder einzuführen.

Julian Kersting, Mitglied der Fliesen-Nationalmannschaft, war mit vor Ort und warb durch ein "Show-Fliesen" am ZDB-Stand für den Meistertitel. Er fertigte das "Ja zum Meister" mit Bisazza-Fliesen. Zahlreiche FDP-Politiker schauten ihm dabei zu. Kersting hatte im November 2018 den 3. Platz bei der Deutschen Meisterschaft belegt und war ins Team gekommen. Er bereitet sich derzeit mit auf die Berufseuropameisterschaft EuroSkills im September 2020 in Graz vor. Die Entscheidung über das EM-Ticket wird im Frühjahr 2020 bei einem Ausscheidungswettbewerb getroffen. 

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