Deutsche Meisterschaft der Fliesenleger: Anne-Kathrin Heidrich aus Brandenburg Siegerin

Wettbewerb der Besten – „Wichtig, um Nachwuchs zu erreichen“

Die Gewinner der Deutschen Meisterschaft mit Marcus Schubert (v.l.), Anne-Kathrin Heidrich und Malte Laurich. Foto: Reidel/ZDB

Die Teilnehmer der Deutschen Meisterschaft 2021 zum Wettbewerbsstart. Foto: Küttner/FFN

Der Gewinnerin der Goldmedaille, Anne-Kathrin Heidrich aus Brandenburg, im Wettbewerb. Foto: Reidel/ZDB

Der Gewinner der Silbermedaille, Marcus Schubert aus Sachsen-Anhalt, im Wettbewerb. Foto: Reidel/ZDB

Der Gewinner der Bronzemedaille, Malte Laurich aus Nordrhein-Westfalen, im Wettbewerb. Foto: Reidel/ZDB

Maximilian Schwarz aus Baden-Württemberg im Wettbewerb. Foto: Reidel/ZDB

Nasir Habibi aus Hessen im Wettbewerb. Foto: Reidel/ZDB

Madhi Rahimi aus Niedersachsen im Wettbewerb. Foto: Reidel/ZDB

Juryvorsitzender Andreas Beyer vor der Kamera. Foto: Küttner/FFN

Die Gewinner der Deutschen Meisterschaft mit dem Bewertungsausschuss. Foto: Reidel/ZDB

Der Werkstück der Deutschen Meisterin, Anne-Kathrin Heidrich aus Brandenburg. Foto: Reidel/ZDB

Kiesel stellte Material für den Wettbewerb zur Verfügung und Jürgen Schwarz (l.), Vertriebsleiter Fliesentechnik bei Kiesel, informierte sich vor Ort über den Wettbewerb.

Die Firma Schomburg, Sponsor der Fliesen-Nationalmannschaft und der Deutschen Meisterschaft, war mit Vertrieb- und Marketingvertretern vor Ort. Foto: Küttner/FFN

Deutschlands beste Fliesenlegerin kommt aus Brandenburg: Bei den 70. Deutschen Meisterschaften der Bau-berufe gewann mit Anne-Kathrin Heidrich zum ersten Mal überhaupt eine Frau den Bundesleistungswettbewerb der „Fliesen-, Platten- und Mosaikleger“. Die 23-Jährige war übrigens die einzige Teilnehmerin unter den knapp sechzig Handwerksgesellen aus acht Gewerken – alle sind sie Sieger ihrer Landesleistungswettbewerbe. An drei Tagen ermittelten sie die Deutschen Meister ihrer Gewerke. Durchgeführt wurden die Wettbewerbe vom Zentralverband des Deutschen Baugewerbes im BiW Bildungswerk Hessen-Thüringen in Erfurt.

Anspruchsvolle Aufgabe

Die neue Deutsche Meisterin habe „absolut nicht damit gerechnet, diesen Wettbewerb zu gewinnen.“ Zwar hatte Anne-Kathrin Heidrich gehofft, gut abzuschneiden. Aber ihr fehlte der Vergleich, „ich hatte vorab keinen Wettbewerb absolvieren können und wusste daher nicht, wo genau ich stehe und was möglich ist“. Mit dem denkbar knappsten Ergebnis von einem halben Punkt setzte sie sich durch gegen den Zweiplatzierten Marcus Schubert aus Sachsen-Anhalt und Malte Laurich aus Nordrhein-Westfalen, der Dritter wurde.

Sie und die anderen Teilnehmer bekamen die Aufgabe gestellt, zwei Wände mit erfurttypischen Motiven zu fliesen: Auf jeweils etwa 170 Zentimeter hohen und 150 Zentimeter breiten Flächen sollten sie das Portal des Haupt-bahnhofs wie auch das Stadtwappen mit dem Rad abbilden. Die Rohträger aus Gasbetonstein als Grundflä-chen hatten sie zuvor am ersten Wettkampftag vorbereitet. Die farbigen Steingutfliesen mussten an den fol-genden beiden Tagen mit Rund- und Schrägschnitten verarbeitet werden. Gefordert war nicht nur handwerk-liches Können mit einer akkuraten Schnitttechnik und höchster Präzision: Die anspruchsvolle Arbeit setzte zudem ein effektives Zeitmanagement voraus.

„Ein Wettbewerb, bei dem jeder Teilnehmer gewinnt“

Trotz aller coronabedingter Einschränkungen war die diesjährige Deutsche Meisterschaft „eine normale Ver-anstaltung, bei der jeder Teilnehmer letztlich gewinnt“, meinte Andreas Beyer, Vorstandsmitglied des Fach-verbandes Fliesen und Naturstein (FFN) im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes und Vorsitzender des FFN-Berufsbildungsausschusses. Der Leiter der Jury lobt das Engagement der Nachwuchsfliesenleger, „alle waren sie überaus motiviert“ und freute sich vor allem über den Austausch untereinander. „Wir haben gese-hen, dass es wieder ein Wettkampf der Besten wurde, mit tollen Leistungen und trotz des Stresses, der aber gewollt war.“ Man habe den Teilnehmern Unterstützung angeboten, die diese gern annahmen wie der Schnittkurs mit einem Trainer der Fliesen-Nationalmannschaft am Tag vor dem Wettbewerb. Dennoch überlegt Andreas Beyer, den Wettbewerb weiterzuentwickeln, „die Schnitttechnik könnte zum Beispiel einen gan-zen Tag in Anspruch nehmen statt wie bislang nur einen halben.“ Dafür wolle er die Verantwortlichen für die überbetriebliche Ausbildung stärker einbinden.

Werbung für das Handwerk

„Die Deutsche Meisterschaft hat wieder gezeigt, wozu junge Menschen fähig sind“, freute sich Jürgen Kull-mann, seit Oktober Vorsitzender des Fachverbandes Fliesen und Naturstein. „Veranstaltungen wie diese sind enorm wichtig, um potenziellen Nachwuchs zu erreichen und für unser Handwerk zu begeistern.“ Es sei ein toller Beruf, „und über Wettbewerbe wie die Deutsche Meisterschaft verdeutlichen wir die Werthaltigkeit unserer Arbeit und die Ausbildungsleistung unserer Betriebe. Wir müssen diese besondere Möglichkeit nutzen und konsequent ausbauen“, betonte Jürgen Kullmann.

Dank an Partner

Der Verbandsvorsitzende dankte den Partnern, die zum Teil seit vielen Jahren die Fliesenleger-Nationalmannschaft und die Deutschen Meisterschaften unterstützen: Ardex, Blanke, Codex, Hacom, Karl Dahm Werkzeuge, Kiesel Bauchemie, Lithofin, Mapei, Möller Chemie, Murexin, PCI, Saint-Gobain Weber, Sakret, Schlüter-Systems, Schönox, Schomburg, Sopro, Strasser, Visoft und wedi. Materialsponsor ist die Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG mit ihren Marken Agrob Buchtal und Jasba in Zusammenarbeit mit dem Fliesen-Zentrum Deutschland GmbH. Für die Deutsche Meisterschaft 2021 stellte das Unternehmen Kiesel Bauchemie GmbH u. Co. KG das Material.


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